Wein ist schon seit langer Zeit mehr als nur ein Genussmittel. Sowohl Konsumenten als auch Händler erkennen mehr und mehr den Wert von Wein als Kapitalanlage. Das funktioniert, weil besondere Weine nicht vermehrbar sind. Betrachten wir beispielsweise einen Kultwein aus bestimmten Top Jahrgängen – dieser wird von Tag zu Tag weniger und kann natürlich in genau dieser Form nicht nachproduziert werden.
Wein wird von Sammlern und Investoren seit Jahrzehnten fast wie an der Börse gehandelt. Dadurch werden, zum Leidwesen der Produzenten, weniger Flaschen gekauft, um getrunken zu werden. Stattdessen wandern sie als Spekulationsobjekt in die Keller der Investoren. In Österreich liegt der Anteil der Weininvestoren bei unter 1 %.
In Zeiten des Internets ist ein wahrer Boom um Wein entstanden. Fachwissen ist heute nicht mehr nur Sommeliers vorbehalten. Im Gegenteil, das Thema Wein gehört mittlerweile fast schon zur Allgemeinbildung.
Anbaugebiete, Produzenten, Regionen und Sorten, all diese Variablen lassen die Vorstellung, in Wein zu investieren, für einen Neuling wie einen nicht zu erklimmenden Berg erscheinen. Wo soll man also anfangen?